Die Ostküste in Australien ist ein Sehnsuchtsziel für viele Individualreisende und Familien. Kein Wunder, hier warten DIE typischen Australien Highlights auf euch: Tropische Regenwälder und Wasserfälle, Schnorcheln und Tauchen im Great Barrier Reef, exotische Tierwelt mit Kängurus, Koalas und bunten Papageien, Traumstrände zum Surfen und natürlich Sydney, eine der beliebtesten Städte weltweit.
Die Reise im Camper an der Ostküste Australiens ist ein perfekter Familienurlaub – oder noch besser: das ideale Ziel für eine Elternzeitreise.
In diesem Blogartikel starten wir mit unserer Australien Ostküste Route, geben euch Tipps zur Wohnmobil Miete und wichtige Reiseinfos für euren Roadtrip durch Australien mit Kindern: Wann ist die ideale Reisezeit für den Roadtrip an der Ostküste Australiens? Wieviel Zeit solltet ihr für eure geplante Route einkalkulieren? Was kostet eine Wohnmobilreise durch Australien? Was solltet ihr bei der Camper Miete in Australien beachten? Welche Apps sind hilfreich für die Reise entlang der Ostküste?
1.) Routenplanung für den Australien Urlaub
Anreise nach Australien
Wenn ihr aus Europa nach Australien reist, werdet ihr mit großer Wahrscheinlichkeit einen Zwischenstopp bei eurem Langstreckenflug einlegen. Solltet ihr genügend Urlaubstage zur Verfügung haben, lohnt sich ein kurzes Sightseeing-Programm am Zwischenstopp.
Meine persönliche Regel: Landet der Flieger, dann bleib ich auch ein paar Tage.
Unsere Tipps für einen Stopover nach Australien:
- Singapur an einem Tag entdecken (mit Tipp für alle, die nur als Transitpassagiere in Singapur sind)
- Unsere liebsten Sehenswürdigkeiten in Dubai mit Aussicht vom Burj Khalifa
- Highlights in Bangkok
Tipps zur Australien Ostküste Route
Die ideale Route für euren Roadtrip an der Ostküste Australiens solltet ihr von der jeweiligen Jahreszeit und eurer Reisedauer abhängig machen. Reist ihr in den kälteren Monaten durch Australien, lohnt sich die Überlegung, ob ihr statt mit dem Camper in der Kombination Mietwagen und Ferienwohnung reist – diese Variante haben wir für die Route Sydney bis Melbourne und die Great Ocean Road gewählt, da es uns nachts im Camper einfach zu kalt gewesen wäre.
→ Ehrlich und offen: Camper versus Mietwagen in Australien
Insgesamt waren wir 7 Wochen mit dem günstig bei der CamperOase gemieteten Wohnmobil (Link zum genauen Modell)* von Cairns bis Sydney unterwegs. Gestartet sind wir Mitte August in Cairns und haben Anfang Oktober in Sydney das Wohnmobil zurückgegeben. Wir waren eher gemütlich unterwegs und empfehlen euch, für die Route von Cairns nach Sydney 4 Wochen einzuplanen. Die reine Fahrtstrecke zwischen Cairns und Sydney beträgt fast 2.700 km und unzählige Highlights der australischen Ostküste liegen auf dieser Route.
Unsere Australien Reiseberichte mit den tollsten Sehenswürdigkeiten findet ihr hier:
- Roadtrip von Cairns über den Daintree Regenwald nach Brisbane – für diese Etappe empfehlen wir euch mindestens 9-14 Tage einzuplanen
- Roadtrip von Brisbane über die Blue Mountains nach Sydney – für die Route alleine (ohne den Aufenthalt in Sydney) solltet ihr etwa 10 Tage kalkulieren.
- Die Strecke von Sydney nach Melbourne inklusive Great Ocean Road sind wir dann im Allrad-Mietwagen (Schnäppchen gemacht bei CHECK24)* gereist. Für diese Etappe hatten wir 2 Wochen Zeit, ihr solltet mit etwa 8 Tagen rechnen.
Da wir aus Bali nach Cairns flogen, hatten wir keinen Jetlag. Kommt ihr nach einem Langstreckenflug in Australien an, solltet ihr ein paar Tage zum Akklimatisieren einplanen. Für die erste Nacht im Camper suchen wir uns immer im Vorfeld eine geeignete Freisteh-Option oder reservieren einen Campingplatz. Wichtig ist uns dabei, dass wir nur eine kurze Fahrt von der Abholstation des Wohnmobilvermieters bis zum Übernachtungsplatz haben. Immerhin wird ja erstmal eingekauft, eingerichtet und eingelebt.
Unsere Highlights an der Ostküste Australiens:
Wir zeigen euch nun unsere absoluten Highlights während des Roadtrips durch Queensland und New South Wales mit unseren Kindern, damit ihr diese für eure Routenplanung durch Australien berücksichtigen könnt:
- Die kurzen Boardwalks im Daintree Regenwald und das Cape Tribulation
- Captain Cook Highway mit den Traumstränden
- Millaa Millaa Wasserfall
- Das tropische Schloss des Paronella Parks
- Koalas auf Magnetic Island
- Küstenwanderweg zum Byron Bay Leuchtturm
- Aussicht vom Tomaree Head Summit Walk
- Grand Canyon Track in den Blue Mountains
Ideale Reisezeit für den Roadtrip an der Ostküste Australiens mit dem Camper
Vom Cape Tribulation im Norden Queenslands bis nach Melbourne im Bundesstaat Victoria liegen gerundet 4.000 Fahrt-Kilometer. Kein Wunder, dass ihr auf dieser Strecke verschiedene Klima- und Wetterzonen durchquert. Etwa bei Rockhampton wird der wettertechnisch wichtige Wendekreis des Steinbocks – die „Grenze“ zu den Tropen – überquert. Im tropischen Norden herrscht im australischen Sommer (Dezember bis April) Regenzeit, unterhalb des „Capricorns“ wird es dafür im australischen Winter (Juni bis August) nachts ziemlich frisch.
Eure gewünschte Australien Ostküsten Route solltet ihr daher an die passende Reisezeit anpassen:
- Die ideale Reisezeit für den Roadtrip von Cairns bis Brisbane ist von April bis Oktober. Die Quallen-Season im nördlichen Teil Queenslands ist von November bis Mai. Während dieser Zeit solltet ihr nur mit Stingersuits in den geschützten Bereichen des Strandes schwimmen gehen.
- Für die Route zwischen Brisbane und Sydney ist die ideale Reisezeit in den wärmeren Monaten von Oktober bis April.
- Der australische Sommer von November bis April eignet sich für einen Roadtrip zwischen Sydney und Melbourne inklusive der Great Ocean Road.
- Adealaide in South Australia haben wir noch nicht besucht, ideale Reisezeit soll hier aber ebenfalls der australische Sommer sein.
Selbstverständlich könnt ihr auch außerhalb der idealen Reisezeit durch Australien reisen, viele der Routen sind ganzjährig ein Highlight. Informiert euch jedoch über euren gewünschten Reisemonat und mit welchen Einschränkungen ihr gegebenenfalls rechnen müsst.
In welchen Monaten kommt es zu Überflutungen in Australien?
Während man im nördlichen Australien noch sehr sicher sagen kann, dass es während der Wet-Season zu heftigen Überschwemmungen sowie Straßensperrungen kommt und man diese Zeit im Top End eher meiden sollte, so gibt es für die restliche Ostküste Australiens keine eindeutige Flood-Season.
Ihr müsst bei starken Regenfällen ganzjährig mit überschwemmten Straßen rechnen. Der meiste Regen fällt in NSW durchschnittlich im Januar und Februar.
Beim Wetterphänomen La Niña sorgen starke Winde auf dem Pazifik für niedrige Temperaturen. Die feuchte Luft sorgt dann in Ostaustralien für starke Regenfälle. Während unseres Roadtrips im September und Oktober 2022 an der Ostküste Australiens waren wir glücklicherweise durch keine Überflutungen eingeschränkt, wir hatten allerdings einige Dauerregen-Tage und in den Nachrichten gab es Warnungen vor gefluteten Gebieten. Häufig waren auch noch Wanderwege und Campingplätze durch vorherige Überflutungen gesperrt. Informiert euch daher immer kurzfristig auf der jeweiligen Internetseite eures anvisierten Nationalparks nach Einschränkungen, checkt das Wetter und lest im Zweifel die lokalen Nachrichten.
Empfehlenswert sind die Notfallseiten der jeweiligen Bundesstaaten für eure Australien Ostküsten Route:
Ihr könnt euch auch die entsprechenden Apps aufs Handy laden. Hierfür ist ein australischer Appstore nötig. Eine Erklärung, wie ihr diesen einrichtet, findet ihr bei ComputerBILD (Link).
In welchen Monaten kommt es zu Buschbränden in Australien?
An den starken Buschbränden ist mitunter das Wetterphänomen El Niño schuld: Der Passatwind schwächt ab, der Regen fällt auf dem Meer ab und die Ostküste Australiens leidet unter starker Trockenheit.
Grob geht die Fire-Season an der australischen Ostküste von November bis April. Ihr werdet auf eurem Roadtrip oft Infotafeln finden, die euch informieren, wie hoch die Feuergefahr aktuell ist.
2.) Tipps für die Wohnmobil Buchung in Australien
Für unsere erste Wohnmobilreise durch Australien haben wir uns mehrere Angebote verschiedener Anbieter eingeholt. Bei einigen Anbietern erhaltet ihr online direkt einen Preis, bei dem Großteil der Anbieter stellt ihr eine Anfrage und erhaltet dann ein persönliches Angebot.
Bei unserer zweiten Camperreise durch Australien holten wir uns nur noch bei einem einzigen Anbieter ein Angebot ein. Warum? Weil wir noch niemals und nie wieder so begeistert von einem Service waren, wie dem Beratungsangebot der CamperOase (Link zum Anbieter)*! Wir empfehlen euch daher unbedingt, dass ihr euch für eure Wohnmobilreise ein Angebot durch das erstklassige Team der CamperOase geben lasst!
→ Im Interview hat uns Lilith von der CamperOase noch weitere Tipps zum Campingurlaub verraten.
Versicherungspaket für die Wohnmobil-Buchung
Für Australien gibt es einen wichtigen Punkt für die Versicherungen während eurer Wohnmobil-Reise zu beachten: Aufgrund der erschreckend hohen Selbstbeteiligungen im normalen Versicherungspaket (manchmal bis zu 5.000 Dollar!), haben wir uns für das Premiumpaket entschieden. Und für uns hat sich das gelohnt, da Australien mit ein paar besonderen Gefahren im Straßenverkehr aufwartet. Insbesondere die Steine aufwirbelnden Roadtrains und die unzähligen Kängurus an den Straßen sind eine ständige Gefahr, dass die Kaution in Anspruch genommen wird.
Unsere Schäden in etwa 5 Monaten Wohnmobilreise durch Australien: Ein platter Reifen, ein Steinschlag, leichtes Aufrollen auf ein anderes Auto. Alle Schäden wurden von uns zeitnah an den Vermieter gemeldet und problemlos abgewickelt.
Das passende Campermodell für den Roadtrip durch Australien finden
Jeder reist anders und hat seine eigenen Vorlieben. Für uns als Familie mit zwei Teenies kommt nur ein Alkoven-Modell in Frage, außerdem ist uns ein großer Kühlschrank wichtig, damit wir nicht alle paar Tage einkaufen gehen müssen. Für uns war dieses 6-Bett-Wohnmobil ideal (Link zum Modell bei der CamperOase)* und auch ihr werdet hier sicherlich das für euch passende Modell finden.
Dank der Solaranlagen auf den Dächern konnten wir mit den Wohnmobilen mehrere Tage freistehen und unsere Geräte mittels USB-Anschluss laden. Lediglich beim Dauerregen während unseres Roadtrips an der Ostküste kamen wir an unsere Solar-Strom-Grenze und mussten auf das Geräteladen verzichten. Die Heizung und die Klimaanlage werden durch Landstrom betrieben, bei kälteren Nächten oder im tropischen Norden empfiehlt sich daher die Nutzung von „Powered Sites“ (Plätze mit Stromanschluss) auf Campingplätzen. Die Gaszufuhr mussten wir vor jedem Losfahren händisch schließen und beim Parken wieder öffnen.
Wir stellen euch nun unsere beiden bisher genutzten Wohnmobil-Modelle in Australien vor:
Modell von Lets Go - Camper mieten in Australien
An der Westküste Australiens und dem Northern Territory waren wir fast 3 Monate im Camper mit diesem 6-Bett-Modell unterwegs (Link zur CamperOase mit ausführlichen Infos zum Wohnmobil)*. Das Wohnmobil bot sehr viel Platz zum Einräumen von Konserven und Wassercontainern (was in den weniger bewohnten Gebieten dort sehr vorteilhaft ist!), der wirklich große Kühlschrank war ideal und das permanente hintere Bett super komfortabel. Mit der 8,5 Liter Kilo Gasflasche des Wohnmobils konnten wir etwa 2 Wochen lang freistehen.
Das Lets Go Modell war auf jeden Fall unser Favorit. Wir waren super zufrieden und haben in den Betten sehr gut geschlafen.
Modell von Cruisin - Camper mieten in Australien
Insgesamt 7 Wochen sind wir mit diesem gemieteten Cruisin-Wohnmobil* von Cairns über den Daintree Nationalpark nach Sydney gefahren. Die beiden Sitzbänke vorne und hinten können als Betten umgebaut werden. Da wir zur sehr bequemen Sorte Mensch gehören, haben wir das hintere Bett meist umgebaut gelassen. Sofern ihr einen längeren Roadtrip durch Australien plant, sollte euch aber klar sein, dass die Betten (außer dem Alkoven) keine durchgängige Matratze haben, sondern eben aus einzelnen Polsterkisten zusammengepuzzelt werden. Nachts können diese verrutschten und ich lag oft in einer immer größer werdenden Ritze. Wer zu Rückenproblemen tendiert, sollte dies bedenken und eher ein Camper-Modell mit richtiger Matratze wählen.
Besonders hervorzuheben ist die separate Dusche, die es euch ermöglicht, im Camper zu duschen, ohne das komplette Bad nass zumachen. Der Camper ist mit zwei kleinen 3,7kg-Gasflaschen ausgestattet. Eine Flasche reichte uns etwa eine Woche (seid ihr viel auf Campingplätzen: länger).
Kosten für den Wohnmobil-Urlaub an der Ostküste Australiens mit Kindern
Unseren Camper für den Roadtrip durch Australien haben wir etwa 3 Monate vor Reisebeginn gebucht. Wir empfehlen euch eine frühzeitige Buchung, dann habt ihr eine größere Auswahl an Modellen und Anbietern. Unsere Kostenaufstellung der Australien Ostküsten-Reise in den Monaten August bis Anfang Oktober 2022 für 4 Personen (2 Erwachsene, 2 Kinder im Alter von 13 und 10 Jahren):
- Wohnmobilmiete inkl. Versicherung: 235 Euro am Tag
- Benzinkosten: 0,22 Euro pro Kilometer (insgesamt 5.062 gefahrene Kilometer)
- Lebenshaltungskosten: 77 Euro am Tag
- Übernachtung Campgrounds und Hotels: 36 Euro die Nacht
- Unternehmungen gesamt: 1.652 Euro
Der Kostenpunkt der Unternehmungen beinhaltet unter anderem einen ganztätigen Gerätetauchauflug im Great Barrier Reef für 3 Personen, Besuch des Paronella Parkes und des Dreamworld Freizeitparks.
Nicht enthalten sind Flugkosten (wir kamen aus Bali und sind anschließend von Tasmanien nach Neuseeland geflogen), der Städtetrip nach Sydney und die anschließende Mietwagenrundreise.
3.) Reisetipps für Australien mit Camper
Apps für die Wohnmobilreise durch Australien
- Unsere Lieblings-Apps zur Campingplatz-Suche in Australien sind Campermate, Wikicamps und Hipcamps. → Ausführliche Tipps zur Campingplatz-Suche in Australien, den verschiedenen Freisteh-Optionen und weitere Infos hierzu findet ihr im Blogartikel „Tipps für die Campingplatzsuche in Australien“.
- Des Weiteren empfiehlt es sich für euren Roadtrip durch Australien das Wetter regelmäßig zu checken. Die Daten von WilliyWeather haben sich hier als besonders zuverlässig erwiesen.
- Zum Finden von Tankstellen und zum Preisvergleich nutzen wir die App Fuel Map Australia.
- Ladet euch auf jeden Fall die australische Karte auf die Maps.Me App runter. Diese könnt ihr als offline-Navigation beim Autofahren und auch beim Wandern nutzen.
- Zur Strandsicherheit empfehlen wir euch die Beachsafe-App.
Internet für die Camperreise durch Australien
Während unserer Roadtrips durch Australien im Wohnmobil haben wir sehr gute Erfahrungen mit Telstra gemacht. Ihr könnt euch eine entsprechende SIM Karte einfach in einem Telstra Shop kaufen – da wir für mehrere Monate und zahlreiche Geräte Internet benötigten, kauften wir uns einen Telstra Router. Bei unseren Roadtrips durch Australien mussten wir einige Male auf Campingplätzen anrufen, um diese zu reservieren. Ein Telefontarif mit kleinem Guthaben lohnt sich daher.
Seid ihr für weniger als 4 Wochen in Australien unterwegs, macht aus unserer Sicht eher eine Kombination aus eSIM von Holafly* für das Internet und einem kleinen PrePaid-Tarif von Telstra für das Telefonieren Sinn. Bei Holafly bekommt ihr ein fettes Datenpaket zu einem günstigen Preis* und blockiert euch keinen SIM-Slot im Handy. Außerdem seid ihr sofort mit Internet versorgt, sobald ihr australischen Boden betretet und könnt euer WhatsApp weiternutzen.
Wenn ihr euch für Holafly entscheidet und den Rabattcode „STRANDFAMILIE“ eingebt, erhaltet ihr außerdem noch 5% Nachlass auf euren Warenkorbwert.
Erstaustattung für den Camper und Lebensmitteleinkauf
Wer schonmal eine längere Camperreise in einem gemieteten Wohnmobil gemacht hat, kennt bestimmt diesen Schockmoment, wenn der Ersteinkauf im Reiseland an der Supermarktkasse bezahlt werden muss. Ist in Australien wirklich nicht schön – an der Ostküste haben wir unseren persönlichen Summenrekord aufgestellt. Wenn ihr euch einigermaßen kostengünstig mit Lebensmitteln eindecken wollt, können wir euch nur empfehlen, dass ihr den Großeinkauf bei ALDI erledigt (erst ab Brisbane und weiter südlich flächendeckend vertreten). Überraschend günstig empfanden wir auch die Preise auf den Strandmärkten am Wochenende. Außerdem bieten lokale Bauernhöfe oft frische Produkte im Hofladen oder über ein Selbstbedienungsregal am Straßenrand an.
Neben der Grundausstattung wie Müsli, Gewürzen, Nudeln, frischem Obst und Gemüse gibt es für uns einige Dinge, die wir uns für einen längeren Roadtrip (nach der Kücheninspektion) meist anschaffen:
- Eiswürfelbehälter – speziell in wärmeren Gebieten und nach einem langen Strandtag einfach wundervoll, ein gekühltes Getränk mit Eiswürfeln genießen zu können
- Eisbehälter – ideal, wenn ihr mit Kindern durch Australien reist und euch eigenes Fruchtsaft- oder Joghurteis herstellen wollt
- große Pfanne (mit Deckel für Pfannenpizza) und großen Topf (warum hat das Wohnmobil 6 Schlafplätze aber keinen großen Topf????)
- Tupperdosen und Salatdosen mit Deckel – unbedingt auch ein paar in Picknick-Größe, damit ihr Snacks für längere Wanderungen einpacken könnt
- Geschirrabtropfgestell (Amazon-Link)* – reisen im Camper bringt den Vorteil mit sich, dass ihr euch selbst versorgen könnt und überall eure Lieblingsgerichte kochen könnt. Bedeutet aber eben auch, dass ihr ständig spülen müsst. Unser gekauftes Geschirrabtrockengestell ist während der Camperreise im Dauereinsatz.
- Toilettentabs – Im gemieteten Camper habt ihr eine Chemietoilette, in die ihr nach jeder Entleerung Toilettentabs beziehungsweise Toilettenflüssigkeit einfüllen solltet. Diese findet ihr auf jeden Fall in der Campingabteilung eines BCF-Stores.
- Einmalhandschuhe / Plastik-Handschuhe für das Dumpen
- falls ihr keine Grundausstattung für dem Camper gebucht habt, müsst ihr gegebenenfalls noch weitere Dinge wie Campingstühle kaufen. Einen Grill haben wir in Australien nie gekauft, da es an Picknickstellen und Spielplätzen eine gute Dichte an kostenfreien Grillstationen gibt.
Wie funktioniert das Dumpen in Australien?
Die Toiletten im Wohnmobil sind mit herausnehmbaren WC-Kassetten versehen. Ihr findet in regelmäßigen Abständen Dumpingstationen, wo ihr diese ausleeren könnt.
Für das Grauwasser aus Spüle, Waschbecken und Dusche habt ihr einen Abwasserschlauch an Bord, den ihr auf einigen Campingplätzen einfach anschließen könnt und dort direkt in den Abwasserkanal laufen lasst. Habt ihr einen Campingplatz ohne Abwasser, dann wird es etwas spannender. Leider dauert das Entsorgen über den Schlau in die Dumpingstation nämlich ewig und erfordert enorme Handarbeit, weil ihr den Schlauch ständig anheben müsst, damit er sich wirklich entleert. Der Australier löst dies ganz anders: Bei der Fahrt den Tank öffnen und laufen lassen. Gerne auch einfach den Schlauch ins nächste Gebüsch legen.
Wir empfanden dies als befremdlich, jedoch fanden wir auf einem Campingplatz in einem Nationalpark tatsächlich die offizielle Einladung, unser Abwasser einfach im Busch zu entsorgen. Man solle nur darauf achten, dass sich keine Essensreste im Wasser befinden.
Autofahren in Australien
Für das Autofahren in Australien gibt es einige Punkte zu berücksichtigen:
- Es herrscht Linksverkehr!
- Kreisverkehre sind oft zweispurig – die Fahrtrichtungen sind durch Pfeile markiert und es ist erhöhte Rücksichtnahme geboten. Der Blinker sollte schon VOR Befahren des Kreisverkehr anzeigen, wo ihr den Kreisverkehr verlassen möchtet (bei „geradeaus“ einfach NICHT blinken).
- Wir haben immer versucht, nur während Tageslicht zu fahren – die Gefahr, eines der typischen australischen Tierchen zu erwischen, steigt bei Dunkelheit enorm an.
Grundsätzlich solltet ihr euren Führerschein und den internationalen Führerschein für euren Roadtrip durch Australien einpacken. Bei der Vermietung wollte letztgenannten bisher noch nie jemand sehen. Im Falle einer Verkehrskontrolle oder bei einem Unfall seid ihr aber auf der sicheren Seite, wenn ihr beide Dokumente vorzeigen könnt.
Ihr könnt mit eurem B-Klasse Führerschein in Australien auch große Wohnmobile fahren.
Maut in den Städten der Ostküste
Auf der Australien Ostküsten Route gibt es in den drei Städten Brisbane, Sydney und Melbourne mautpflichtige Straßen und Tunnel. Einen entsprechenden Pass könnt ihr vor oder kurz nach eurer Fahrt online bei LINKT buchen. Das dient dazu, dass ihr eure Kreditkartendaten hinterlegt und die Maut dann automatisch abgerechnet werden kann. Beachtet, dass ihr unbedingt den „Sydney-Pass“ kauft, weil nur dieser sicherstellt, dass ihr auf allen Toll-Roads abgesichert seid und keine Überraschungen erlebt. Die Campervermieter geben euch in der Regel eine Anleitung zur Buchung der Pässe mit. Bei Mietwagenfirmen sind in der Regel „Tags“ im Auto platziert und die Abrechnung erfolgt ohne Passkauf automatisch über die bei der Autovermietung hinterlegte Kreditkarte.
4.) Reiseinfos für den Urlaub in Australien mit Kindern
Strände an der Ostküste Australiens
Über die super hilfreiche Webseite „Beachsafe“ bekommt ihr Infos zu den verschiedenen Stränden in Australien – inklusive Temperaturen, UV-Stärke, Risiken, Ausstattung des Strandes und Tidezeiten.
Ihr findet an jedem offiziellen Strandzugang hilfreiche Warnhinweise zu den entsprechenden Risiken. Diese können in Australien ziemlich vielfältig sein und reichen von starken Strömungen und unebenen Böden bis hin zu Hai-Sichtungen, lebensgefährlichen Quallen (Stinger Season ist von Oktober bis Mai) und den als gefährlich geltenden Salzwasser-Krokodilen.
An den meisten Stränden Australiens befindet sich eine Promenade – oft Esplanade genannt – mit liebevoll angelegten Spielplätzen, Sportmöglichkeiten und kostenfreien Pools. Ihr könnt an einer der BBQ-Stationen direkt am Strand grillen, findet überall Trinkwasserstationen und saubere Toiletten. Der Australier weiß, wie man den Feierabend ideal nutzt.
Kostenlose Freibäder an der Ostküste Australiens
In den Monaten von Oktober bis Mai gibt es an der Ostküste Australiens die gefährlichen Würfelquallen. Einige Strände sind zwar mit Stingernetzen ausgestattet, um aber einen ganzjährigen Badespaß zu gewährleisten, gibt es tolle kostenfreie Freibäder.
Wir waren mehr als positiv überrascht, wie gepflegt diese sind. Reist ihr an der Ostküste Australiens mit Kindern, so findet ihr entlang der Strandpromenade – oder Esplanade, wie es hier oft heißt – auch kostenfreie Wasserspielplätze. Diese befinden sich auf der Australien Ostküsten Route:
- Cairns: Die Lagoon an der Esplanade in Cairns
- Townsville: The Strand Rockpool
- Airlie Beach Lagoon
- Blue Water Lagoon bei Mackay
- Streets Beach in Brisbane
Unser Fazit zur Camperreise an der Ostküste Australiens mit Kindern:
Mehr als einmal habe ich geschwärmt „In meinem nächsten Leben, werde ich Mama in Australien!“. Die Vielzahl an Spielplätzen, kostenlosen Schwimmbädern, liebevoll angelegten Parks und die Dichte an sauberen sanitären Anlagen sind ein absoluter Traum. Die Kulisse direkt am Meer und das Klima runden das Ganze dann ab. In den Supermärkten findet ihr Pampers und Brei und seid ihr nicht gerade im Outback unterwegs, ist es auch nie weit bis zur nächsten ärztlichen Versorgung.
Australien ist das ideale Reiseziel für Familien. Wir vernachlässigen an der Stelle einfach mal die furchtbar lange Anreise (die wir im Rahmen unserer Weltreise in mehrere Etappen aufgeteilt haben) und all die giftigen Tiere (die uns nicht begegnet sind).
Auf der Route an der Ostküste Australiens findet ihr einige der Top-Highlights:
- Regenwälder (zum Beispiel im Daintree Rainforest) mit ihrer unvergleichlichen Fauna und Flora
- Traumstrände wie den Palm Cove Beach und unfassbar schöne Küstenwanderwege, wie zum Byron Bay Leuchtturm
- Tierbegegnungen in freier Natur mit Kängurus, Wombats und Koalas
- Entspannte Städtetrips nach Cairns, Brisbane, Sydney und Melbourne
- Tauchen oder Schnorcheln im Great Barrier Reef
- und im Süden selbstverständlich die weltbekannte Great Ocean Road
Übrigens: Nicht weniger empfehlenswert ist ein Roadtrip an der Westküste Australiens oder durch das Northern Territory zum Uluru! Schaut euch gerne unsere Reiseberichte hierzu an.
Mehr als 3 Jahre Weltreise mit Kindern – einmal um die Welt. Und jetzt? Vom Freiheitsgefühl auf Reisen zurück in den Schulalltag. Im Newsletter berichte ich euch ehrlich und offen über unsere Rückkehr nach Deutschland und wie uns der Neustart gelingt. Abonniert jetzt den Newsletter, um an unserer Gedankenwelt teilzuhaben und zudem kein spannendes Reiseziel mehr zu verpassen.
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Das Lesen hat uns eingestimmt auf unsere Planung nächstes Jahr in den Osten Australiens. Wir sind schon in den verschiedensten „Eckchen“ dieser Welt gewesen – meist in 4-5 Wochen-Trips. Ursprünglich wollten wir ein zweites Mal nach Neuseeland – nun mit unserem Sohn – jetzt sind wir abgedriftet ☺️. Wir lesen euren Blog sehr gern und planen nun den ein oder anderen Tipp mit in unsere Reise. Vielen Dank!
Hallo! Es freut mich sehr, wenn unsere Blogartikel euch bei der Planung eurer Reise helfen. Toll, dass ihr euch oft die Zeit nehmen könnt, so lange am Stück zu reisen – da sieht man doch deutlich mehr von einem Land! Meldet euch gerne, wenn ihr Fragen zur Ostküste Australiens habt! Liebe Grüße und viel Vorfreude, Jenni